Übersetzung

Im Prinzip handelt es sich bei dem Übersetzer um keine geschützte Jobbezeichnung. Welche Person die Sprachen also ausreichend kann und Freude am Übersetzen von Texten hat, kann ganz leicht seine Freizeitbeschäftigung zu seinem Job machen ebenso wie mit dem freien Übersetzen Geld verdienen. Derart leicht ist es aber dann doch nicht. Welche Person tatsächlich längerfristig Kunden haben will, kommt fast nie darum umher, sich einem der zahlreichen Jobverbände anzuschließen. Dafür hat man die Gelegenheit, sich mit Kollegen auszutauschen, erhält Hilfe und kann den Kunden seine Verifizierung vorzeigen. Sprachmittler können sich auch zu einem Team zusammentun, damit sie noch besser arbeiten können. Welche Variante letztendlich die richtige ist, soll jeder Sprachmittler selbst wissen. Die Kunden sollten sich sowieso nur von der Qualität der Arbeit beeindrucken lassen., Welche Person eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich absolviert hat, dem steht auch der Weg zum Übersetzer offen. Mit einer gewissen Bestätigung der sehr guten Fremdsprachenkenntnisse ebenso wie einer einschlägigen Arbeitserfahrung, könnte die Prüfung zum geprüften Übersetzer abgelegt werden. Diese dient bei Bestehen der Prüfung als Beleg der guten Qualität und kann enorm dienlich sein, wenn man Klienten oder zukünftige Arbeitgeber von den persönlichen Fähigkeiten überzeugen möchte. Die Option für Fachkräfte des kaufmännischen Bereichs ist in der Bundesrepublik per Berufsbildungsgesetz festgelegt und zählt als die berufliche Fortbildung. Ein wenig ungleich sieht es im Bundesland Bayern aus. Dort wird die Ausbildung keineswegs in akademischer Struktur als Studiengang in einer Uni angeboten, sondern an speziellen Fachakademien. Die 6 Fachakademien innerhalb Bayerns bieten eine Ausbildung zu einem staatlich geprüften Übersetzer ebenso wie Dolmetscher an. Zwar ist der erworbene Abschluss keinesfalls akademischer Art, diese Qualität von den Lehren ist allerdings absolut vergleichbar., In den D-A-CH-Ländern Deutschland, Österreich ebenso wie der Schweiz kann sich grundsätzlich jeder, auch ohne eine fachbezogene Lehr als Sprachmittler bezeichnen und in diesem Beruf arbeiten. Anders sieht es zum Beispiel bei Anwälten, Steuerberatern ebenso wie Ärzten aus, welche einen eine Ausbildungsbestätigung erbringen müssen, damit sie diese Berufsbenennung führen dürfen. Um diesem gegenzusteuern, existieren jedoch spezielle Bezeichnungen, welche durchaus einer Bestätigung bedürfen. Dies gilt zum Beispiel für die Betitelungen öffentlich bestellter Dolmetscher oder ermächtigter Sprachmittler, ebenso geprüfter Übersetzer sowie staatlich anerkannter Dolmetscher. Das gilt außerdem für die studierten Abschlüsse des B.A. Übersetzer wie auch des Master of Arts Übersetzer. Einen Qualitätsstandard liefert eine ISO-Norm, ganannt die EN 15038, an welchem sich sowohl freischaffende Übersetzer als auch Vermittlungen anlehnen sollten., Wer innerhalb Österreichs gelernter Übersetzer sein will, hat nicht so reichlich Optionen zur Auswahl wie in Deutschland. Mit Wien, Graz und Innsbruck stehen 3 Ausbildungsstätten zur Verfügung, wobei lediglich in Wien ein universitäres Studienfach geboten wird. Es geht dabei ums Zentrum der Translationswissenschaft und somit die höchste akademische Instanz des Landes in diesem Bereich. In Graz ebenso wie Innsbruck gibt es an die Universität angeschlossene Institute, welche für die Lehre der Übersetzer verantwortlich sind. Das Interesse an dem Beruf ist erst recht in der Globalisierungszeit durchaus gegeben und so sollte es nicht sehr lange brauchen, bis dieser Studiengang bzw. diese Lehre an anderen Standorten innerhalb Österreichs angeboten wird. In der Schweiz gibt es häufig eine Fachausbildung an einer Hochschule mit einem Diplom als Abschluss. Bachelor- sowie Masterabschlüsse sind allerdings z. B. in Genf und Zürich ebenfalls denkbar., In Deutschland sind ca. 7000 von der Sozialversicherung eingetragene als Übersetzer (inkl. Dolmetscher)tätig, die meisten davon üben die Arbeit in Vollzeit und damit hauptberuflich aus. Eine fachbezogene Lehre haben allerdings nur etwa 2/3, was verdeutlicht, wie groß die Rate der Quereinsteiger bei diesem Beruf ist. Die meisten Übersetzer arbeiten jedoch als Freiberufler und sind nicht fest in einem Verlag, der Agentur oder sonstigem angestellt. Die Aufträge von freiberuflichen Übersetzern akquirieren sich aus Aufträgen seitens fachbezogener Auftraggeber oder ebenso von Privatmenschen. In den Übersetzungsagenturen finden sich auch reichlich freie Übersetzer. Die Agentur übernimmt dann für eine vereinbarte Provision die Vermittlung des Auftrags an den Sprachmittler. Die Klienten stammen meist aus der Verwaltung, zum Beispiel bei Behörden oder erfolgreichen Unternehmen, aus der Wirtschaft oder dem Verlagsbereich. Oft gibt es zwischen einer Agentur und dem Klient das lang andauerndes vertragsähnliches Verhältnis.